BMW

Die Geschichte von BMW geht zurück auf die beiden Firmengründer Karl Rapp und Gustav Otto, einem Sohn des Otto-Motorerfinders Nikolaus Otto. Aus der Firma von Gustav Otto ging 1916 die Bayerische Flugzeug-Werke AG (BFW) hervor. Gleichzeitig entstand 1917 aus den Rapp Motorenwerken die Bayerische Motoren Werke GmbH. Selbige wurde 1918 in die BMW AG umgewandelt. 1922 übertrug die BMW AG ihren Motorenbau einschließlich dem Firmen und Markennamen an die BFW.
Im Ersten Weltkrieg hatte das Unternehmen ausschließlich Flugzeugmotoren hergestellt, was nach Kriegsende durch den Versailler Vertrag jedoch nicht mehr möglich war. Folglich fertigte man Eisenbahnbremsen und Einbaumotoren. 1923 wurde das erste BMW-Motorrad entwickelt, mit welchem man den Schritt in den Fahrzeugbau wagte.
1928 übernahm BMW dann die Fahrzeugfabrik in Eisenach und stieg damit ins Automobilgeschäft ein. Ab 1932 wurden hier auch selbst entwickelte Modelle produziert.
Seit 1933 wurde der Flugmotorenbau staatlich gefördert, woraufhin BMW seine Tochter BMW Flugmotorenbau GmbH gründet. In Allach wie in Eisenach wurden während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge eingesetzt. Zum Ende des Krieges war dann das Münchener Stammwerk weitestgehend zerstört und die Produktionsstätte in Eisenach wurde von der russischen Besatzungsmacht übernommen.
In München wurden erst ab 1952 wieder Autos produziert. Allerdings machte man sowohl mit den hergestellten Oberklassewagen als auch mit dem ab 1955 angebotenen Kleinstwagen Isetta mehr Verlust als Gewinn. 1959 kam es folglich zur Krise und zur Beinaheübernahme durch die Daimler-Benz AG. Dank der Investitionen des Industriellen Herbert Quandt wurde BMW saniert und konnte bald seinen ersten Mittelklassewagen auf den Markt bringen.
Ab 1970 ging es mit dem Unternehmen weiter bergauf und es wurden neue Zweigwerke in Regensburg und Spandau sowie in den Ländern Österreich, Südafrika und in den USA gegründet.
Mitte der 1990er Jahre kam es dann zum Scheitern der Übernahme des britischen Autoproduzenten Rover, was das Unternehmen viel Geld kostete. Nach mehreren Versuchen in anderen Branchen Fuß zu fassen konzentriert sich BMW heute wieder ausschließlich auf den Automobilmarkt.

 

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