Eicher

Die Geschichte der Gebr. Eicher Traktorenfabrik begann in Forstern (Oberbayern) wo die Brüder Josef und Albert Eicher die Idee hatten, einen alten Opel mittels eines Messerbalkens zum Mähauto umzufunktionieren. Da diese Lösung nicht so erfolgreich war, wie erhofft, bauten die Gebrüder 1935 ihren ersten Dreirad-Schlepper. Ein Jahr später wurde dann bereits die erste Zugmaschine für den Verkauf gebaut. Mit der Blockbauweise hatte Eicher ein Konzept anzubieten, das eine Serienfertigung mit zugekauften Bauteilen erleichterte.
1941 wurde dann die „Gebr. Eicher Traktorenbau oHG“ gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man, eigene Motoren mit Luftkühlung zu bauen. Dank seinem Erfolg mit dem ED 16 konnte Eicher als Großserienhersteller durchstarten. 1960 kam dann der erste Schmalspurschlepper für die Verwendung bei Sonderkulturen und im Weinbau auf den Markt. Vier Jahre später wurde bereits der 100.000. Eicher-Traktor ausgeliefert.
1970 ging man eine Partnerschaft mit Massey Ferguson ein, die schließlich dazu führte, dass die Firmengründer 1972 die Firmenleitung an MF übergeben mussten. Schließlich übernahm Vikram Lal, Eigentümer der Tochterfirma Eicher Goodearth India das Unternehmen, welches aber 1984 Insolvenz anmelden musste. Die 1985 neu gegründete Eicher GmbH produzierte zunächst wieder Original Eicher-Traktoren, war aber im März 1992 erneut insolvent. Bis 1998 wurden dann noch Schmalspurtraktoren gebaut, doch anschließend kam die Produktion von Eicher-Schleppern in Deutschland gänzlich zum Erliegen.

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