Fahr

Das Unternehmen Fahr wurde 1870 als mechanische Werkstätte in Gottmandigen im Landkreis Konstanz gegründet. Nachdem die Leitung der Firma vom Gründer Johann Georg Fahr an seine beiden Söhne und zwei Schwiegersöhne übertragen worden war, wurde Fahr 1911 zu einer Aktiengesellschaft.
1938 wurde dann damit begonnen, die ersten Traktoren zu produzieren. Dabei wurden die Motoren von Deutz und Güldner zugekauft, während das Getriebe aus eigener Herstellung stammte. 1952 expandierte man nach Argentinien und gründete in Buenos Aires die Tochtergesellschaft Fahr-Argentina S.R.L. 1958 begann man eine Zusammenarbeit mit Güldner zur Herstellung von Traktoren. Zu diesem Zeitpunkt unterhielt Fahr neben dem Schlepper- und Landmaschinenwerk in Gottmandingen eine eigene Eisengießerei in Stockach und eine Zahnradfabrik in Karlsruhe.
Ab 1961 begann die Deutz AG (KHD) damit sich in das Unternehmen einzukaufen, worauf die Produktion von Fahr-Traktoren eingestellt wurde. 1968 besaß Deutz dann die Aktienmehrheit. Nach einer vollständigen Eingliederung in den Konzern wurden seit 1981 wieder Traktoren unter dem Markennamen Deutz-Fahr produziert.
Die Gießerei in Stockach wurde 1984 stillgelegt und das Werk in Gottmadingen wurde 1988 vom niederländischen Landmaschinenbetrieb Greenland übernommen. Im Jahr 2006 wurde die Produktionsstätte schließlich komplett geschlossen. Allerdings hat der Name überlebt, denn immer noch werden Traktoren unter der Markenbezeichnung Deutz-Fahr hergestellt.

 

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