Hanomag

Im Jahr 1871 wurde aus der Maschinenfabrik Georg Egestorff die Hannoversche Maschinenbau AG (Hanomag). Mit der Landmaschinenherstellung begann man im Jahr 1912, indem man die Tochterfirma „Deutsche Kraftpflug-GmbH“ gründete, welche sich mit der Fabrikation der revolutionären Motortragpflüge beschäftigte.
1919 brachten der Ingenieur Ernst Wendeler und der Landwirt Boguslaw Dohrn den ersten europäischen Raupenschlepper auf den Markt. 1925 wurde dann auch der erste Radschlepper herausgebracht. 1931 stellte man dann gerade noch rechtzeitig auf 4-Takt-Dieselmotoren um. Das durch die Weltwirtschaftskrise geschwächte Unternehmen wurde 1936 von der Vereinigten Stahlwerke AG übernommen. Zuvor gelang aber noch die Entwicklung des ersten luftbereiften Schleppers, welche in Kooperation mit der Hannover Firma Continental Gummiwerke und dem Traktorhersteller Lanz stattfand. In den Folgejahren stiegen die Verkaufszahlen, sodass Hanomag sogar zweimal Marktführer wurde, und zwar 1939 und Anfang der 1950er Jahre.
1955 brachte man jedoch einen schmalen 2-Takt-Dieselmotor heraus, der sich schon bald als Fehlschlag erwies und dem guten Ruf des Unternehmens schadete. Auch wenn man in den neuen Baureihen wieder auf den alten 4-Takt-Dieselmotor setzte und mit technischen Neuerungen, wie Frontlader, Antischlupf und Dreipunktaufhängung aufwarten konnte, blieb das Unternehmen hinter der Konkurrenz zurück. Im Jahr 1969 schloss man sich mit der Firma Henschel zusammen, um den Schwerpunkt auf die Herstellung von Lkws zu verlegen. Gleichzeitig wurde das Traktorenwerk in Argentinien an Massey-Fergusson verkauft und ein Jahr später wurde die Traktorenproduktion gänzlich eingestellt.
Insgesamt waren in Linden über 250.000 Schlepper produziert worden.

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