MWM

MWM ist ein Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Mannheim. Die Geschichte der Firma begann 1871 als Carl Benz und August Ritter die Mechanische Werkstätte Mannheim gründeten. 1878 wurden hier nacheinander der erste Gasmotor, der erste stationäre Gasantrieb und der erste Zweitakt-Kreuzkopfmotor erfunden. Fünf Jahre später wurde die oHg Benz&Co., Rheinische Gasmotorenfabrik in Mannheim gegründet.
1886 wurde mit dem sogenannten Patent-Motorwagen das erste Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und elektrischer Zündung hergestellt. 1899 wurde das Unternehmen in Benz&Cie, Rheinische Gasmotorenfabrik AG umbenannt und war ein Jahr später mit ungefähr 2000 produzierten Fahrzeugen bereits der größte Automobilhersteller der Welt.
1910 begann man mit der Fertigung eigener Dieselmotoren. 1922 wurde die Abteilung für den Bau stationärer Motoren unter dem Namen Motorenwerke Mannheim ausgegliedert, deren Hauptaufgabe der Bau von Dieselmotoren für landwirtschaftliche Maschinen und Nutzfahrzeuge war. 1924 wurde dann unter dem Namen Motorpferd der erste eigene Traktor produziert, welcher bis 1931 gebaut wurde.
1926 erwarb die Firma Knorr-Bremse AG die Aktienmehrheit an dem Unternehmen. Diese sorgte dafür, dass sich MWM ausschließlich auf den Bau größerer Dieselmotoren konzentrierte. Die Motoren fanden Verwendung in den Mähdreschern der Firma Claas, wie auch bei den Traktorenherstellern Renault, Fendt, Lanz, Bautz, Holder und Ritscher. Ab 1953 wurde dem Trend zur Luftkühlung entsprechend der erste luftgekühlte Kleindieselmotor hergestellt.
1985 verkaufte die Knorr Bremse AG das Unternehmen MWM an die Deutz AG in Köln, welche den Standort Mannheim beibehielt. Die Firma wurde neben MAN und Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD) zum bedeutendsten Hersteller kommerzieller Dieseltriebwerke in Deutschland. Außerdem baute Deutz die Gasmotorensparte weiter aus.
2007 wurde das Unternehmen von 3i aufgekauft und wieder in MWM umbenannt. Vier Jahre später verkaufte 3i die Firma weiter an Caterpillar.