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Motoculteur Bouyer

Die Geschichte der Marke Bouyer begann gleichzeitig in Saint-Nazaire und in Nancy. Anfang des 20. Jahrhunderts war Félix Bouyer in Nazaire als Gärtner und Erfinder tätig. Er stellte für den Eigengebrauch und seine Kollegen Werkzeuge her, die noch mit Muskelkraft betrieben wurden, darunter Stielwerkzeuge, Hacken und Pflüge. Sein Sohn Henri erbte seinen Erfindergeist und verfolgte technische Studien, welche er durch seine Erfahrung in den Werften von Saint-Nazaire vervollständigte.
Im Ersten Weltkrieg wurde Henri Bouyer als stationierter Mechaniker ins Schwadron „Cigognes“ einberufen. 1918 begegnete er seiner zukünftigen Ehefrau und ließ sich schließlich endgültig in Lothringen nieder.
1926 gründete er ein Unternehmen für Maschinenbau und stellte schließlich – die Ideen seines Vaters aufgreifend – eine manuell angetriebene Hacke her, welche er „Rétroforce“ nannte.
Im Jahr 1933 bekam die Rétroforce einen Motor und wurde der erste einrädrige Einachsschlepper von Bouyer. Die Besonderheit des Gerätes war, dass es für eine große Sichtbarkeit die Werkzeuge an der Front führte. (Bouyer sollte lange Zeit Spezialist für Werkzeuge an der Front bleiben.) In dieser Form wurde der Einachsschlepper in kleinen Serien gebaut, und bis 1939 verkauft.
Da die Fabrik 1944 zerstört wurde, nahm Henri Bouyer, unterstützt durch seine zwei Söhne Henri Junior und Jean, seine Tätigkeit wieder auf und wurde Handelsvertreter für Ferguson in zwei Departements. Über lange Zeit stellte Bouyer Verbundräder für Massey-Ferguson und anpassbare Bohrschnecken für Zapfwellen von Traktoren her. Zwischenzeitlich wurden die Studien an den Einachsschleppern wieder aufgenommen. Das Ergebnis war eine Produktpalette von Modellen, welche Bouyer zu einem der größten Hersteller von Einachsschleppern machte. So erschienen in den 1950er Jahren die wandelbaren, einrädrigen Einachsschlepper des Typs 532.
1960 wurde das Modell 333 konzipiert, welches eine Revolution bei den wandelbaren Geräten einleitete. Mit derselben Zelle bekam man einen Einachsschlepper, eine Motorhacke und eine Motorfräse. Die Nachfolger ließen sich je nach Wunsch außerdem in ein Windwerk, eine Heckenschere, einen feststehenden Motor, eine Wasser- oder Jauchepumpe oder eine motorbetriebene Mähmaschine verwandeln. Im Jahr 1962 erreichte die Produktion der Bouyer Einachsschlepper 600 Maschinen pro Monat. Nach 1970 wurde die wandelbare Motorhacke entwickelt und Bouyer stellte verschiedene Modelle her. Der Unterschied zwischen der Motorhacke und dem Einachsschlepper lag in der Tatsache, dass der Einachsschlepper prinzipiell mit Rädern ausgestattet war, welche es ermöglichen mit Werkzeugen zu arbeiten, die durch die Zapfwelle des Einachsschleppers geschleppt oder angetrieben wurden. Ein typisches Beispiel war der Rotavator. Der Einachsschlepper konnte Räder aufnehmen, wohingegen die Motorhacke im Allgemeinen von geringerer Größe war und lediglich sich drehende Werkzeuge aufnehmen konnte. Die Geräte wurden vor allem im Gartenbau, Gemüseanbau, Obstanbau und in der Gärtnerei genutzt. Während sie in Europa vor allem für Privatgärten zum Einsatz kamen, wurden sie in Asien als vollwertige Agrargeräte angesehen und fanden zum Beispiel für die Arbeit auf Reisfeldern Verwendung.
Gleichzeitig mit der Entwicklung der Motorhacke erweiterte Bouyer seine Produktpalette um die erahnte Abschwächung der Aktivität im Bereich Einachsschlepper auszugleichen. 1980 stellte das Unternehmen einen Hubwagen, einen Werkzeughalter, Tropenausrüstung und eine Hebebühne her. In der Folge florierte Bouyer weiterhin bis in die Jahre 1982-1985, musste seine Tätigkeit jedoch anschließend aufgeben.

  

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Motoculteur Bouyer 606

Motoculteur Bouyer 606

Gebrauchter Motoculteur Bouyer 606

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